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18.05.2012
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Propolis

Propolis

Propolis ist ein Kitharz, das von Bienen hergestellt wird, um damit den Bienenstock abzudichten.

Die Abdichtung des Bienenstocks findet nicht nur physikalisch statt, sondern auch gegen Krankheitserreger. Für diesen Zweck enthält Propolis eine Vielzahl von hochwirksamen Inhaltstoffen, die gegen Krankheitserreger aller Art helfen können.

Diese heilkräftige Wirkung des Propolis machen wir Menschen uns zunutze, um unsere eigenen Krankheiten damit zu behandeln.

Propolis kann man für eine Vielzahl von gesundheitlichen Beschwerden einsetzen.

Herkunft

Herkunft

Die harzige Substanz Propolis wird von den Bienen aus der Rinde und aus Knospen verschiedener Pflanzen, vorzugsweise Bäumen hergestellt.
Propolis wird für die Abdichtung des Bienenstocks verwendet, sowohl in physischer, als auch in medizinischer Hinsicht gegen Krankheitserreger.

Namen des Propolis
Aus der Schutz-Aufgabe leitet sich auch der Name ab, denn "Propolis" bedeutet: Beschützer der Stadt (des Bienenstocks).
In Deutschland nennt man Propolis übrigens "das Propolis" und in Österreich "die Propolis". Andere Namen für Propolis sind Kittharz, Bienenharz, Bienenleim und Kittwachs.

Propolis-Konsistenz
Das Kittharz Propolis ist hellgelb über braun bis hin zu schwarz.
Sein Geschmack ist bitter und scharf, der Geruch meist süsslich, schwankt aber je nach Herkunft.
Bei 15°C ist Propolis brüchig und hart, bei 30°C geschmeidig, darüber wird es klebrig und sehr weich. Ab 65°C wird es flüssig, schmilzt aber erst bei über 100°C vollständig.

Herkunft
Die Bienen sammeln das harzige Propolis vorzugsweise an den Knospen verschiedener Bäume, beispielsweise Pappeln, Weidenarten, Espen und Rosskastanien.
Diese Knospen der Baumblätter enthalten eine Schutzumhüllung aus einem balsamisch duftenden, wachsartigen Harz (Cutin).
Man kann Pappelknospen aufgrund dieses Schutz-Harzes übrigens auch direkt zu Heilzwecken und für Salben verwenden (Siehe: Pappel bei Heilkraeuter.de
Dieses kostbare Knospen-Harz wird von den fleissigen Bienen gesammelt und im Bienenstock durch Kauen und Einspeicheln zu Propolis weiterverarbeitet.

Verwendung im Bienenstock
Alle infektionsgefährdeten Bereiche im Bienenstock werden mit diesem Propolis einbalsamiert.
Es wird zum Abdichten und zur Infektionsabwehr eingesetzt.
Dadurch kann das Bienenvolk vor Infektionen geschützt werden.
Ohne Propolis hätten die Bienen kaum eine Chance Krankheitserreger abzuwehren, weil es in Bienenstöcken ziemlich warm ist (35°C), sodass sich Bakterien, Viren und Pilze dort ohne Propolis sehr wohl fühlen würden.

Inhaltstoffe

Inhaltstoffe

Nach und nach werden immer mehr Inhaltstoffe beim Propolis entdeckt. Noch sind Forscher nicht fertig mit der vollständigen Analyse der Inhaltsstoffe.

Da Propolis je nach Herkunft des Ausgangsmaterial (Pflanzenart) sehr unterschiedlich beschaffen ist, handelt es sich bei den folgenden Listen nur um unvollständige Listen mit ungefähren Werten.

  •  50% Harze
  •  30% Wachs
  •  10% ätherische Öle
  •  5% Pollen
  •  3% organische Stoffe
  •  2% Mineralstoffe

Die organischen und mineralischen Substanzen enthalten unter anderem:

Vitamine

  • Vitamin A
  •  Vitamin B3
  •  Vitamin E

Organische sekundäre Pflanzenwirkstoffe

  •   Flavonoide
  •   Flavone
  •   Antibiotische Substanzen
  •   Koffeinsäure
  •   Benzylkumurat
  •  Gerbsäuren
  •  Salizylsäure
  •   Pinocembrin
  •   Pinobanksin
  •   Galangin
  •  Quercinin
  •   Apigenin
  •   Halangin
  •   Ruthin

Spurenelemente

  •   Eisen
  •   Kalzium
  •  Kobalt
  •   Kupfer
  •  Magnesium
  •   Mangan
  •   Selen
  •  Silizium
  •   Zink

Anwendung

Anwendung

Propolis kann man innerlich und äusserlich anwenden.

Die Eigenschaft als sprödes Harz legt die Zubereitungsformen nahe und dadurch auch die Anwendungsarten.
Innerlich kann man Propolis als Tinktur, Granulat oder Pulver einnehmen.
Ausserdem kann man die Tinktur mit Honig vermischen, auf Zucker tropfen oder mit Wasser, Tee oder Milch verdünnen. Beliebt sind auch Propolis-Bonbons.

Äusserlich kann man kleine Stückchen des Harzes mit der Hand aufwärmen und direkt auf betroffene Hautstellen legen.
Man kann auch die Tinktur auf betroffenen Hautstellen anwenden, entweder pur oder verdünnt.
Man kann auch Salben und Cremes mit Propolis herstellen.

Harz
Das Harz ist die natürliche Form des Propolis.
Man kann das Harz kauen. Dazu kaut man dreimal am Tag je ein Gramm Harz gründlich durch und speichelt es dabei ausgiebig ein.
Für die äusserliche Anwendung kann man das Harz mit den Händen aufwärmen, bis es weich wird und dann direkt auf Hautstellen, beispielsweise Warzen auflegen. Damit es auf der Warze festhält, kann man es mit einem Pflaster festkleben.
Das Harz ist das Ausgangsprodukt für andere Propolis-Zubereitungen.

Pulver
Wenn man Propolis-Harz tiefgerfriert, wird es so spröde, dass man es zu Pulver zermahlen kann.
Propolis-Pulver kann man direkt auf Wunden aufstreuen.
Für die innerliche Einnahme kann man das Pulver mit Wasser verdünnt zubereiten oder in heisse Milch mit Honig einrühren.
Die tägliche Einnahme-Menge sollte 3 gr nicht übersteigen.
Am besten fängt man mit 1 gr pro Tag an und steigert die Einnahme täglich um ein Gramm, bis 3 gr erreicht sind.

Pulver-Kapsel
Zur Erleichterung der Einnahme kann man Kapseln mit Propolis-Pulver befüllen.
Propolis-Kapseln kann man auch fertig kaufen.

Pulver mit Honig
Man kann das Pulver mit Honig vermischen und einnehmen.
Dabei kombiniert man die heilsame Wirkung des Hongis mit der des Propolis.
Ausserdem ist diese Anwendung wohlschmeckend.

Granulat
Anstelle von Propolis-Pulver kann man auch Zubereitungen als Granulat verwenden.
Propolis-Bonbons
Sehr wohlschmeckend sind Propolis-Bonbons, die man lutschen kann.
Durch die längere Einwirkungszeit der Propolis-Wirkstoffe auf den Bereich des Mundes eignen sich Propolis-Bonbons zur Behandlung von Halsschmerzen, Heiserkeit und Husten.

Tinktur
Aus Pulver oder Granulat kann man eine Propolis-Tinktur herstellen.
Dazu wird ein Auszug des Pulvers mit 90% bis 96%igem Weingeist hergestellt.
Propolis-Tinktur ist sehr intensiv.
Man kann sie tropfenweise auf wunde Stellen im Mundraum oder auf Wunden auftragen.
Verdünnte Tinktur
Wenn man die Tinktur mit Wasser verdünnt, wirkt sie naturgemäss milder.
Verdünnte Tinktur kann man für Einpinselungen, Spülungen, Waschungen und Teilbäder verwenden. Man kann auch Kompressen damit tränken und die Kompressen auf schlecht heilende Wunden, Furunkel oder Geschwüre auflegen.
Mit Milch oder Tee verdünnte Tinktur kann man trinken, um Propolis innerlich anzuwenden.

Extrakt
Aus der Tinktur kann man einen Propolis-Extrakt herstellen.
Solch ein Extrakt ist dickflüssig wie Sirup und enthält einen geringeren Weingeist-Anteil dafür aber umso mehr Propolis.
Für die Herstellung eines Propolis-Extraktes giesst man Tinktur in eine Schale. Diese Schale lässt man offen stehen, damit der Weingeist verdunsten kann.
Zurück bleibt eine sirupartige Masse.
Propolis-Extrakt kann man anwenden wie Tinktur oder Harz.
Man kann auch Salben damit herstellen.


Salbe
Propolis-Salben sind fettige Zubereitungen mit Propolis.
Dazu wird Propolis-Tinktur oder Propolis-Extrakt verwendet.
Die Salben kann man auf die Haut auftragen, wenn eine sehr fettreiche Anwendung gewünscht ist.

Creme
Cremes sind wie Salben streichbare Propolis-Zubereitungen mit Tinktur oder Extrakt.
Im Unterschied zu Salben enthalten Cremes auch wässrige Anteile.
Dadurch ziehen Cremes leichter in die Haut ein und sind leichter.

Einsatzbereiche

Einsatzbereiche

Zahlreiche Beschwerden können mit Propolis behandelt werden.

Bei der Behandlung mit Propolis kommen vor allem die Wirkungen gegen Krankheitserreger wie Bakterien, Viren und Pilze zum Tragen.
Die Krankheitserreger werden nicht nur direkt bekämpft, wie bei einem Antibiotikum, sondern auch das menschliche Immunsystem wird angeregt, seine Aufgaben noch besser zu bewältigen.
Ausserdem wirkt Propolis schmerzlindernd und entzündungshemmend. Es hat zudem eine wundheilungsfördernde Wirkung.
Die Wirkungen von Propolis auf den menschlichen Körper lassen sich also folgender massen zusammenfassen:

  • antibakteriell
  • antiviral
  • fungizid
  • immunstimulierend
  • schmerzlindernd
  • entzündungshemmend
  • wundheilend

Durch diese Wirkungen ergibt sich eine Vielzahl von gesundheitlichen Beschwerden, für die man Propolis verwenden kann.
Man kann Propolis auf vielseitige Weise anwenden, beispielsweise als Pulver, Tinktur oder Salbe. Genauere Informationen über die Anwendungsmöglichkeiten von Propolis-Tinktur finden Sie unter Einsatzbereichen und Anwendungen.
Bei den Anwendungs-Gebieten wird zwischen innerlicher und äußerlicher Anwendung unterschieden.